Dieses Jahr hat es lange gedauert, bis die Vegetation überhaupt in Schwung kam.
Ende März hat Oliver mir die Buddleja heruntergeschnitten, nun ist sie tatsächlich gewillt, neu auszutreiben. Kletter- und Edelrose scheint es endgültig zerrissen zu haben, die sind wohl genauso erfroren wie der Schopflavendel und die Passiflora. Der Rest der Staudenpflanzen sieht supergut aus, wächst und gedeiht - und meine Küchenschellen haben Blüten über Blüten, darüber freue ich mich sehr.
Und mein Flieder blüht und sieht dabei wunderschön aus! Es ist zwar nur ein "simpler" Flieder, also keiner mit gefüllten Blüten, aber ich mag ihn sehr und freue mich jedes Jahr aufs Neue.
Es gibt mich noch. Auf Sparflamme, sozusagen.
So ganz langsam und gemächlich scheine ich mit winzig kleinen Mäuseschritten aus meiner relativ heftigen depressiven Episode, die nun schon fast ein Jahr lang (!) andauert, wieder herausklettern zu können.
Immerhin bin ich auf dem besten Weg dahin, mir mein Leben im Alltag schon mal neu organisieren zu wollen. Das heisst, ich bin jetzt doch gewillt, wenigstens mal darüber nachzudenken.
Dabei hat es lange gedauert, bis ich nur ansatzweise einsehen konnte, dass es einer Umorganisation bedarf. Die körperlichen Handicaps, die ich seit der Operation vor vier Jahren mit mir herumschleppe, sind weder wegzudiskutieren noch wegzuignorieren.
Zudem kommt der Kopf auch nicht hinterher. Denn ich möchte so gerne mal wieder einen ganzen Tag lang herumpowern. So wie früher halt, aber dieses frühere Leben ist nun definitiv und endgültig vorbei (Na, Gehirn, bist du noch bei mir? Bemüh' dich mal!).
Es war doch überhaupt kein Problem, um 5 aufzustehen, mit dem nordostamerikanischen Riesen-"Teckel" rauszugehen, um sieben für den Vollzeitjob im Büro zu sein, nachmittags zumindest teilweise den Haushalt zu schmeissen, die nächste Dackelrunde vor dem abendlichen Nebenjob, zwischen 10 und Mitternacht wieder daheim zu sein, den Hund noch mal um den Block zu scheuchen und vor'm schlafengehen noch 'ne Stunde zu Chatten.
Haha. Ein Sechstel von dem gerade Beschriebenen würde mich heute für drei Wochen komplett ausser Gefecht setzen.
Sieh das endlich ein, du angeblicher Verstand. Es hat doch gar keinen Sinn, solche bescheuerten Aktionen immer wieder versuchen zu wollen.
Und doch: Seit vier Jahren gehe ich nicht nur an meine Schmerzgrenze heran, sondern regelmässig sehr weit darüber hinaus. Damit schade ich nur mir selbst.
Niemand kann sich tatsächlich und dauerhaft in mich und meine Situation hineinversetzen. Es ist auch nicht so, dass ich das jemandem wünschen würde, sowahr nicht!
Und ich will auch keine ständig nörgelnde Jammerliese sein, darum schlucke ich das meiste runter. Ganz falsch, ich weiss es.
Aber es ist ja auch nicht so ganz leicht, ich zu sein.
Ein sorgenfreies und entspanntes Weihnachten wünsche ich Euch allen von Herzen.
Also, der Radau eben, das war nix gefährliches. Ehrlich. Auch wenn es sich sehr krawallmässig angehört hat, so waren es bloss mal wieder diverse Felsbrocken, die mir vom Verteiler gefallen sind. Schon seit drei Tagen bin ich zu nix mehr zu gebrauchen, hibbelig und nervös wie sonstwas. Die Narbenschmerzen wegen des Wetterwechsels kamen noch als i-Tüpfelchen obendrauf, aus der Kategorie Sachen-die-die-Welt-nicht-braucht. Nun wird's aber langsam besser, zumindest mit der Aufregung.
Wieder mal einen Nachsorgetermin ohne Befund erledigt. Puh.
Anscheinend steht schon wieder ein Wetterwechsel bevor. Fiese stechende Narbenschmerzen ohne Ende an Körperteilen, die Ihr garnicht wissen wollt, dazu noch Kopfschmerzen und allgemeine Plätte kündigen ihn schon an. Die Lymphdrainage hat sich heute wieder sehr gelohnt, im Büro war es ekelhaft drückend und schwülwarm - da konnte ich schon zugucken, wie die Gehwerkzeuge voll Wasser liefen. Dann ist es immer recht unangenehm, ins Auto einzusteigen und die Beine dazu etwas anwinkeln zu müssen.
Inzwischen mag ich nicht mehr aushalten müssen und habe ein Schmerzmittel genommen. Nur blöd, dass ich nicht einige Stunden eher auf die Idee gekommen bin. Das ist definitiv nicht mein Tag heute.
Notiz an mich:
Wer während eines grottigen Fussballspiels einschläft, darf sich nicht wundern, wenn neun Stunden später die Nacht schon wieder vorbei ist.
Himmel, was habe ich gut geschlafen. Guten Morgen, Welt!
Manche Sachen kann man einfach nicht glauben. So ist seit Tagen für uns Gewitter angesagt, und während es vorgestern südlich an uns vorbeizog und im Nachbarortsteil sogar Keller ausgepumpt werden mussten, zieht es heute exakt nördlich an uns vorbei und gönnt uns wieder keinen Tropfen Regen.
Es grummelt zwar, aber guck ich nach Norden ist der Himmel fast schwarz und aus südwestlicher Richtung bescheint mich die Sonne mit aller Kraft. Oliver, der mit dem Rad zur Arbeit fährt, behauptet sogar, dass durch den zentimeterhohen klebrigen Läusekot auf den Strassen und Radwegen seine Fahrtzeit um mindestens fünf Minuten verlängert wird, da die Reifen auf dem Asphalt festkleben wollen. Auch Looi sieht lecker aus, obwohl der wöchentlich einer Lackpflege, sprich: Autowäsche, unterzogen wird. Vor ein paar Wochen, als noch Birkenpollen durch die Luft flogen, war das Autochen nicht mehr blau, sondern grau-braun-gelb, wie inzwischen auch der verdorrte Rasen.
Dabei hätten wir so gerne mal wieder Regen. Und die darauf folgende kühle Luft auch.
In einer merkwürdigen Stimmung befinde ich mich heute. Schon längst aufgestanden, aber noch lange nicht richtig wach. Herumgewühlt habe ich auch schon, Putzen, Waschen, Kochen, Backen … sind bereits erledigt.
In den letzten vier Stunden ist die Temperatur von 0°C auf 2°C gestiegen, das ist mir noch zu kalt da draussen. Sonst würde ich jetzt das Auto durch die Waschanlage (huch, Klischee! Dabei bin ich nicht mal ansatzweise männlich) fahren und auch den Innenraum putzen. Aber das geht ja gar nicht, denn Oliver darf ab heute wieder arbeiten und ist mit Looi unterwegs. Was nicht da ist, kann ich nicht saubermachen.
Kater Einstein möchte nicht spielen, sondern schlafen. Er guckt mich nur doof an und rollt sich dann wieder zusammen, als ich mit der Maus-am-Stock ankomme. Ignoriere mich einfach, Du komatöses Pelzding. Ist schon in Ordnung. Das sollte ich mal wagen, das Ignorieren. Wenn Du mich nachts anschreist, weil Dir die grosse dicke Zweibeinkatze doch jetzt mal die Terrassentür öffnen soll. Oder wenn kein Futter mehr im Napf ist. Oder wenn die Tür zu Deiner Wasserquelle zugefallen ist.
Das Radiogedudel ging mir heute extrem auf die Nerven. Nach einer Stunde aufgegeben und mir die Stöpsel vom Ei-Pott in die Ohren geprummelt. Jetzt läuft in meinem Kopf zwar bessere Musik, aber wach bin ich noch immer nicht. Auch mit dem Staubwedel durch die Wohnung rocken hat nix gebracht, ich fühle mich wie vom Bus überfahren.
Eigentlich sollte ich mehr schlafen, aber Schlaf wird im Allgemeinen fürchterlich überschätzt. Sagt mein Körper jedenfalls. Das is'n Idiot! Keine Ahnung von meinen Bedürfnissen, aber den Bestimmer geben wollen. Inzwischen habe ich auch den Überblick verloren: Sind es denn wirklich nur drei Stunden gewesen, die ich pro Nacht schlafen kann? Oder schlafe ich auch mal länger, glaube dann aber, nicht geschlafen zu haben, weil ich nicht richtig wach werde? Das ist eine ganz blöde Zwickmühle. Ich kann weder richtig schlafen noch richtig wach sein. Und heute ist das ganz schlimm.
So ein bescheuerter Samstag. Das ist doch glatt ein Grund für schlechte Laune.
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Kommentare
Do, 08.07.2010 16:48
auch dir alles alles G [...]
Do, 08.07.2010 10:23
Auf die Politik ist eb [...]
Di, 06.07.2010 22:12
Ich wünsche dir eine s [...]
Di, 06.07.2010 19:48
Gebloggt hast du, so v [...]
Di, 06.07.2010 12:37
ich wünsche dir ein wu [...]
Sa, 22.05.2010 11:22
Ohja, gestern hatten w [...]
Fr, 21.05.2010 15:41
Heute wurde bei uns ge [...]